Palm Springs Architektur: Desert Modernism

Mitten in der kalifornisches Wüste, knapp 1 1/2 Stunden von Los Angeles entfernt liegt Palm Springs. Eine Stadt, die mich so beeindruckt hat, wie selten eine Stadt zuvor. Besonders die Architektur, die unter den Namen Desert Modernism weltweit bekannt ist, hat es mir angetan.

Es scheint als wäre die Zeit irgendwann in den 60er Jahren stehen geblieben. In einer Zeit in der alle Hollywoodgrößen des Jahrzehnts immer mal wieder ein Wochenende in der Ruhe suchten und nach Palm Springs kamen. Viele von ihnen bauten sich Häuser und so entstand eine Architekturlandschaft, die so besonders ist, dass es schwer fällt seinen eigenen Augen zu trauen.

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Desert Modernism kann dem Mid-century-modern-Design zugeordnet werden, welcher eine Reflexion des Bauhaus darstellt. In der Tat lassen sich einige Parallelen allein durch die Geradlinigkeit und „offene“ Bauweise erkennen, jedoch eben mit ein bisschen mehr Hollywood. Mid-century-modern ist ein bisschen organischer und weniger geordnet und strukturiert als sein großer Bauhaus-Bruder. Man hat fast das Gefühl der Geist der wilden 30er-60er Jahre in Hollywood würde darüber schweben und das letzte Whisky Glas von Frank Sinatra würde noch im Wohnzimmer auf dem Boden neben seiner Zigarre liegen.

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Um Desert Modernism hautnah zu erleben, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Man kann natürlich einfach mal anfangen loszufahren und sich von der Außenwelt beeindrucken lassen, jedoch kann man derweilen schon Stunden damit verbringen, zwar spektakuläre, aber nicht umbedingt die spektakulärsten Häuser zu Gesicht zu bekommen. Dann gibt es natürlich das all inclusive Paket: Eine geführte Tour mit dem Bus durch die Architekturlandschaft von Palm Springs. Aber das ist zu einem recht teuer und zum anderen muss man es mögen, mit einem Haufen Touris zusammen in einen Bus zu sein und von Haus zu Haus zu fahren. Für all diejenigen, die wie wir lieber selber losfahren, aber sich dennoch vorher informieren möchten, gibt es die Möglichkeit sich im Palm Springs Visitor Center eine Architektur-Tour-Karte für 5$ zu kaufen. Die Jungs im Visitor Center sind zudem noch unglaublich nett und hilfsbereit. Die einzige Schwierigkeit dabei: Man kommt sich mitunter etwas befremdlich vor, wenn man die Häuser anderer Menschen fotografiert. Aber das vergisst man schnell wenn man sich der wunderschönen Ästhetik der Architektur der Wüste hingibt.

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Um sich von der ganzen Kultur zu erholen, empfehle ich übrigens wärmstens die Sparrows Lodge. Eine wirkliche Oase mitten in der Wüste. TIPP: Unter der Woche 1-2 Tage dort verbringen, dann sind die Zimmerpreise viel günstiger und der Service bleibt der gleiche 😉

 

 

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